Vorbereitungen

Für eine gute Haftung des Putzes ist die Beschaffenheit des Putzgrundes von wesentlicher Bedeutung. Er muß staubfrei, sauber und frei von Trennmittelrückständen sowie frostfrei sein (auf gefrorenen Putzgrund darf nicht geputzt werden!). Außerdem soll er so maßgerecht sein (DIN 18 202, Teil 5), daß der Putz in gleichmäßiger Dicke aufgetragen werden kann. Es sollten keine offenen Fugen oder Risse von mehr als 2 mm Breite im Stein vorhanden sein. Vor dem Aufbringen des Putzes ist bei einigen Putzgründen eine Vorbehandlung notwendig. Kalksandsteine z. B. saugen stark und haben eine glatte Oberfläche. Ein Spritzbewurf - oder eventuell eine Grundierung zur Verringerung des Saugverthaltens ist meist erforderlich. Haftbrücken (Haftmittel-Schlämmen., meist auf Basis organischer Stoffe) können bei veröltem Putzgrund notwendig sein.

Ziel der Vorbehandlung des Untergrundes ist die Verbesserung der Putzhaftung und Verhinderung von Putzschäden durch Aufbrennen beim Verputzen stark saugender Wandbaustoffe wie etwa Ziegel oder Porenbeton. Als Auf- oder auch Verbrennen bezeichnet man den Vorgang, wenn dem Putz durch den Untergrund das enthaltene Wasser zu schnell entzogen wird. Durch diesen Vorgang findet dann keine oder nur eine unzureichende Haftung des Putzes statt. Bei Putzen auf stark saugenden Untergründen hat sich bei nicht gipsgebundenen Materialien das zweischichtige Arbeiten bewährt. Hierbei wird die erste Putzlage in zwei Schichten naß in naß aufgetragen.

Wo das ,haften des Putzes verbessert werden muß z. B. auf Stahl- oder Holzteilen oder wo in von der tragenden Konstruktion weitgehend unabhängiger Putz hergestellt werden soll, gelangen Putzträger zum Einsatz wie etwa Rippenstreckmetall. Im Bereich von Kanten werden Metallschienen eingesetzt, die die Ecken vor Abplatzungen etwa durch mechanische Einwirkung schützen sollen. Darüber hinaus dienen sie als Hilfmittel um den Putz in einer gleichmäßigen Dicke auftragen zu können.