Vorbereitungen

Bevor es überhaupt losgehen kann sollte man sich über verschiedene Sachverhalte und mögliche Probleme im vorherein Gedanken machen. Hier haben wir einige Punkte notiert um Ihnen Denkanstöße dafür zu geben. Sind eventuell vorarbeiten wie ein Fundament nötig? Auch hierzu finden Sie hier Hinweise.

Planung und Materialwahl

Die besten Hilfsmittel bei der Planung sind neben den Baustoffkatalogen vor allem auch eine qualifizierte Beratung im Vorfeld. Auch eigene Skizzen und Zeichnungen sind immer hilfreich.

Profitip

Je genauer Sie auch Details des Vorhabens skizzieren, desto weniger Überraschungen erleben Sie beim Arbeiten, um so leichter fällt Ihnen die Ermittlung der Materialmengen und desto besser werden Sie sich auch über den nötigen Zeitaufwand klar.

Am besten schreiben Sie auch auf, was alles vor Beginn der eigentlichen Mauer- und Putzarbeiten erledigt sein muß. Wichtige Vorarbeiten betreffen die Vorbereitung des Arbeitsplatzes. Sorgen Sie dafür, daß Sie keine zu langen Wege gehen müssen ein Wasseranschluß nicht allzuweit entfernt ist, und auch Strom an der Baustelle ist. Angrenzende Flächen müssen eventuell geschützt werden. Falls Sie im Freien arbeiten, sorgen Sie dafür, daß Sie weder Regen noch zu starker Wind oder zu starke Sonneneinstrahlung behindern.

Klären Sie frühzeitig die Transportfrage: Mauersteine und Mörtel sind schwere Materialien. Wenn Sie ihr Material bei uns abgeholt oder wir bei Ihnen angeliefert haben, müssen Sie wissen, wo Sie diese bis zum Arbeitsbeginn lagern wollen. Der Lagerplatz sollte dann schon in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatzes liegen, damit Sie vor Arbeitsbeginn nicht wieder vor Transportproblemen stehen.
Bei der Materialwahl sind eine Reihe von Entscheidungen bereits vorgegeben, beispielsweise:

  • Große Elemente für große Flächen, kleine Steine für kleinteilige Flächen.
  • Wenn Sie im Freien mauern, brauchen Sie frostbeständige Steine.
  • Wenn Sie die gemauerten Flächen verputzen wollen, spielt das Aussehen der Steine nur eine untergeordnete Rolle.
  • Einschalige Außenmauern erfordern Materialien mit hohem Wärmedämmwert. Als Mauermörtel kommt dann bei Steinen mit normaler Mörtelfuge oder Mörteltasche ein Leichtmauermörtel oder bei Plansteinen ein Dünnbettmörtei in Frage. Sichtmauerwerk erfordert große Sorgfalt bei der Auswahl der Steine. Achten Sie besonders auf makellose Sichtflächen.
  • Wie groß soll der Stein sein. Bei kleinen Flächen sind kleine Steine vorteilhafter als große. Dafür habe ich einen erhöhten Bedarf an Mörtel. Bei großen Flächen geht die Arbeit mit großen Elementen schneller voran.

Unterbau säubern

Der Untergrund muß sauber, eben und fest sein. Zuerst säubern Sie ihn von Schmutz, Staub und losen Bestandteilen.

Rissige und unebene Untergründe müssen Sie dann zunächst sanieren. Am einfachsten geht das mit einem selbstnivellierenden Fließmörtel oder -spachtel. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Zementfertigmörtel mit Zusätzen, die die Fließeigenschaften verbessern.

Mischen Sie das Mörtelpulver mit der richtigen Menge Wasser (sie ist auf dem Mörtelsack angegeben). Den fertig gemischten Mörtel gießen Sie einfach auf den Boden und verteilen ihn grob mit einem Besen. Er nivelliert sich selbst, und Sie erhalten einen ebenen Untergrund, den Sie schon nach wenigen Stunden zum Weiterarbeiten betreten können.

Sollten Sie bei sich keinen "festen" Grund vorfinden, müssen Sie vor dem Mauern noch ein Fundament oder auch eine Betonsohle gießen. Sehen Sie dazu auch unter Betonieren, um nähere Informationen für derartige Arbeiten zu erhalten.

 

Verlauf markieren

Beim Errichten von Trennwänden innen ist das ganz einfach: Sie markieren den Wandverlauf in Steinbreite an der gewünschten Stelle mit einer Schlagschnur, die Sie auch zum Anzeichnen der Anschlagslinien beim Tapezieren benutzen.
Für Gartenmauern oder sonstige Mauererarbeiten im Außenbereich brauchen Sie, um den Verlauf zu markieren, ein Schnurgerüst.
Bei sehr kleinen Objekten kann aber auch eine Markierung mit Kreide ausreichen.

Schnurgerüst erstellen
Mit dem Schnurgerüst markieren Sie den Verlauf von Fundament- und Mauerkanten. Bei kleineren Objekten errichten Sie es etwa 1 m außerhalb der Außenbegrenzungen.

Sie benötigen für ein Schnurgerüst einige starke Latten. Zunächst schlagen Sie die Pfosten ein. Achten Sie darauf. daß die Pfosten genau rechtwinkelig stehen. An den Pfosten befestigen Sie dann genau waagrecht die Querlatten. Wenn das Gerüst steht, können Sie die Maße des geplanten Bauwerkes genau auf die Querlatten übertragen. Die Punkte markieren Sie entweder durch kleine Einschnitte oder mit kleinen Nägeln.

Verbinden Sie die Markierungspunkte miteinander und überprüfen Sie dabei mit einem Winkelmesser den rechten Winkel. Die Verbindungen zwischen den Einschnitten oder Nägeln mit der Maurerschnur markieren genau den Kantenverlauf der verschiedenen Bauteile.