Werkzeuge

Fliesenlegen ist keine Kunst, zumal dann nicht, wenn mit modernen Fertigklebern auf gut vorbereitete, ebene Flächen verlegt wird. Da kommt es auf einen gleichmäßigen Kleberauftrag, auf exaktes Ansetzen, millimetergenaues Schneiden und sauberes Verfugen an. Dies alles sind Fertigkeiten, die Sie in kurzer Zeit erlernen können, wenn Sie die richtigen Werkzeuge haben. Fliesenkleber wird mit dem Zahnspachtel aufgetragen und an der Verlegefläche kräftig durchgekämmt. Hierdurch erzielen Sie einen gleichmäßig dicken Auftrag. In der Regel gilt: Je größer das Fliesenformat und je stärker das Profil an der Fliesenrückseite, um so größer sollte auch die Zahntiefe (3, 4, 6, 8 mm) sein. Die meisten Mörtelhersteller machen auf ihren Verpackungen genaue Angaben über die für den gewählten Mörtel erforderliche Zahnung. Moderne Fliesenmörtel haben eine hohe Anfangsklebkraft. So rutschen Ihnen die Fliesen nach dem Anklopfen so schnell nicht weg. Auf glatten Untergründen (z.B. verfliesten Untergründen, Kunststoffen, Metallen) kann aber der Einsatz sogenannter Fugenkreuze eine wertvolle Hilfe sein. Zum Festlegen des Fugenschnittes und zum genauen waag- und senkrechten Ausrichten der Fliesen benötigen Sie eine Wasserwaage. Mit der Fliesenhauschiene stellt man das Maß ein. Danach ritzt man mit dem Glasschneider die Fliese an dieser Stelle an. Statt einer Fliesenhauschiene kann man ebensogut einen Anlegewinkel benutzen. Zum Brechen der Fliesen benötigen Sie eine harte Unterlage (z.B. ein Kantholz). Die Fliese wird entlang der angeritzten Linie auf der Kante der Unterlage mit einem kräftigen Ruck nach unten gedrückt. Nur bei einer Verfliesung größerer Flächen lohnt sich die Anschaffung einer Fliesenbrechzange, mit der Sie die angeritzten Fliesen leicht brechen können. Dickere und härtere Fliesen, insbesondere Steinzeugfliesen, können Sie besser und leichter mit einer Fliesenschneidemaschine schneiden. Mit der Fliesenlochzange, auch »Papageienschnabel« genannt, können Sie Fliesen vom Rand her millimeterweise »anknabbern«. Auf diese Weise stellen Sie Aussparungen beispielsweise für Sanitäranschlüsse und Steckdosen her. Mit dem unentbehrlichen Fugengummi arbeiten Sie den Mörtel zum Schluß in die Fugen ein. Beim Verfugen und beim anschließenden Reinigen der Fugen sollten Sie außerdem mehrere weiche Schwämme zur Hand haben.

 

Zahnspachtel

Fliesenkreuze

Fugengummi
 

Fliesenschneider

Wasserwaage

Fliesenhauschiene
 

Lochzange

Kantholz als Unterlage